Hallo ihr Lieben,
inzwischen sind Anna und ich in Seattle angekommen. Unsere Reise hier her war eindeutig weniger stressig als unsere Reise nach Chicago (kein gecancelter Flug dieses Mal). Nach einem viereinhalb stündigen Flug sind wir am Sonntag am Seattle-Tacoma Flughafen im Bundesstaat Washington angekommen. Washington trägt den Beinamen "The Evergreen State" - den Grund dafür konnten wir schon vom Flugzeug aus erkennen: überall sind Bäume. Washington ist wirklich genau so, wie ich mir den Staat vorgestellt habe (hier muss ich zugeben, dass Twilight einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen hat): die ganze Landschaft ist grün, das Klima feucht und kühl und der Himmel wolkenverhangen. Für einige von euch mag das überhaupt nicht reizvoll klingen (viele Grüße an dieser Stelle an meine Sonnenanbeterinnen zu Hause), ich finde es aber ganz wunderbar.
Seattle selbst gefällt mir auch total. Von allen Städten auf unserer Reise könnte ich mir am ehesten vorstellen, hier einmal zu leben. Zwar ist Seattle überraschend klein (hier wohnen nur rund 600.000 Menschen), aber trotzdem hat die Stadt alles, was man braucht. Unser Hostel gefällt mir ganz gut, außer dass die Fenster (wieder mal) undicht sind und es zieht - was nicht gerade förderlich zum Gesundwerden ist (ich bin nämlich mal wieder krank - dieses Mal ist es aber nur eine Erkältung). Irgendjemand sollte den Fenstermenschen hier mal erklären, wie man Fenster baut. Zwar ist das Hostel und die ganze Umgebung hier schon sehr hipstermäßig, was ich ein bisschen anstrengend finde, aber von unserem Fenster können wir die Space Needle, das Wahrzeichen von Seattle, das ich bisher nur aus Grey's Anatomy gekannt habe, sehen.
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| Blick aus unserem Hostel Zimmer am Montag Morgen |
Als wir am Sonntag hier angekommen sind, haben wir gleich einen Plan für die nächsten Tage gemacht. Doch als wir am Montag aufgewacht sind, war es so wolkig und nebelig, dass wir unseren Plan, die Space Needle zu besuchen und Seattle von oben zu betrachten, gleich wieder umschmeißen mussten. Deshalb haben wir uns zuerst ohne wirklichen Plan in Richtung Innenstadt gemacht. Unseren erster Stopp haben wir am ersten Starbucks überhaupt gemacht, der (im Gegensatz zu allen anderen Starbucks Filialen) noch das Original Logo hat. Danach sind wir noch ein bisschen durch die Geschäfte gebummelt, die hier teilweise wirklich ziemlich einmalig sind.
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| Der erste Starbucks überhaupt.. |
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| .. mit braunem statt dem typisch grünen Design. |
Eher zufällig haben wir ein weiteres Highlight von Seattle entdeckt: den Pike Place Market, einen überdachten Markt, der direkt am Ufer der Elliot Bay liegt. Hier wird alles mögliche verkauft und besonders sehenswert sind die "Flying Fish": ein Fischverkäufer hinter der Theke wirft einem Angestellter vor der Theke die Fische zu, die von den Kunden gekauft werden. Das ist alles ziemlich lustig anzusehen, aber ich war auch froh, dass mich keiner der Fische (die bestimmt so lang waren wie mein Unterarm und auch dementsprechend schwer) am Kopf getroffen hat. Anna und ich haben uns dann noch Minidonuts gegönnt, die super lecker waren.
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| Der (unscheinbare) Eingang des Pike Place Market |
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| Lisa findet gleich einen neuen Freund. |
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Die traumhaften Mini-Donuts
(wenn ich nur das Bild ansehe, möchte ich gleich nochmal eine Portion haben!) |
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| Seattle Waterfront |
Am Nachmittag hatten sich die Wolken immer noch nicht aufgelöst, weshalb wir beschlossen haben, mit der Fähre zu fahren. Ich bin ja ein totaler Grey's Anatomy Fan und in der Serie spielen die Fähren ja auch eine Rolle, weshalb die Fährfahrt dann für mich nochmal mehr besonders war. Einen McDreamy haben wir leider nicht getroffen, dafür hatten wir (trotz des Nebels) einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Seattle. Das Ziel der Fähre war übrigens Bainbridge Island, eine sehr süße Insel mit kleinen Shops, die zwar nicht ganz zu unserer Altersgruppe gepasst haben, aber trotzdem schön zum anschauen waren. Nach einer Stunde hatten wir aber genug und sind wieder zurück aufs Festland gefahren. Abends haben wir noch ein bisschen das International District erkundet - International, das bedeutet in Seattle nicht (wie wir gehofft hatten) italienisch, indisch, deutsch und noch ein paar andere Nationalitäten, sondern schlicht und einfach Chinesisch. Trotzdem haben wir ein leckeres Restaurant gefunden, wo wir gegessen haben, bevor wir relativ erschöpft wieder ins Hostel zurückgegangen sind.
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| Anna und ich auf der Fähre |
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| Ganz schön windig.. |
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| Blick auf die Skyline |
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| Im Hintergrund die Space Needle. |
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| Bainbridge Island |
Gestern war dann ja Silvester. Wie ihr alle wisst, bin ich nicht der größte Silvester-Fan, deshalb haben Anna und ich auch vorher keine großen Pläne gemacht. Morgens waren wir im Experience Music Project, einem Museum, das (wie der Name schon sagt) Musikern gewidmet ist. Gerade ist da auch eine Sonderausstellung zu Nirvana, was ich besonders toll fande, weil man viele Originalgegenstände und Fotos der Band sehen konnte.
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| Das EMP Museum |
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| Sonderausstellung zu Nirvana |
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| Eine von Kurt Cobains Lieblingsgitarren |
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| Kurt Cobain in Action |
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| Original Bleifstift-Zeichnung von Kurt Cobain |
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| Die Seattler Musikszene |
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| Organ-Engel, der auf dem Cover von In Utero zu sehen ist. |
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Eintrittskarte zu dem letzten Konzert, das Nirvana jemals gegeben haben
(und das auf deutschem Boden: in München) |
Nachmittags haben wir uns dann auf Silvester vorbereitet. Vorbereitet, dass heißt in unserem Fall, dass wir im Hostel gechillt und uns gerichtet haben. Wir haben dann beschlossen, dass wir abends nur schön Essen gehen, weil wir zum Feiern eindeutig zu müde waren. Nach dem Essen haben wir den traditionellen Ball Drop in New York online angeschaut - bisher habe ich nämlich immer nur davon gehört und es nie selbst (oder gar live) gesehen. Das Feuerwerk haben wir dann an der Space Needle angeschaut und ich glaube, dass ich noch nie so ein schönes Feuerwerk wie hier gesehen habe. In Seattle ist es nämlich nicht so, dass jeder Idiot seine Raketen in die Luft schießt, sondern es nur ein Feuerwerk gibt, und zwar das, das die Stadt an der Space Needle ausrichtet. Böller und so anderen Quatsch haben wir übrigens überhaupt nicht gesichtet. Wir waren ein wenig verunsichert, ob wir unseren extra gekauften Sekt in der Öffentlichkeit trinken dürfen, weil wirklich niemand auf der Straße zum neuen Jahr angestoßen hat. Deshalb haben wir vorsichtshalber mal lieber in einer weniger belebten Seitenstraße angestoßen^^ Übrigens ist es komisch, neun Stunden nach Deutschland Silvester zu feiern. Als ihr daheim gerade ins neue Jahr reingerutscht seid, waren Anna und ich nämlich noch unterwegs und sind bei Tageslicht durch die Straßen gebummelt. Und als es dann bei uns endlich soweit war, seid ihr vermutlich alle noch im Bett gelegen. Insgesamt war es aber ein sehr schönes, entspanntes Silvester. An dieser Stelle wünsche ich euch natürlich allen auch ein wunderschönes neues Jahr 2014 :)
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| Balldrop in NYC |
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| Mit Feder-Krönchen im Hostel... |
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| ... und bei der Space Needle. |
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| Feuerwerk an der Space Needle. |
Am Neujahrstag heute stand dann noch mal einiges auf dem Programm, weil der Himmel heute endlich einmal nicht bewölkt war und sich sogar die Sonne gezeigt hat. Deshalb sind wir nach einem kleinen Neujahrsfrühstück auch schon in Richtung Sculpture Garden losgezogen, der direkt an der Waterfront liegt. Die Skulpturen selbst fande ich ein bisschen unspektakulär, aber der Ausblick auf die Elliott Bay war wirklich sehr schön. Danach haben wir den Kerry Park erklommen (ja, erklommen - Seattle ist nämlich ganz schön hügelig), von wo aus wir einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Seattle inklusive der Space Needle hatten. Anschließend haben wir dann der Space Needle selbst noch einen Besuch abgestattet. Auch wenn die halb-gläsernen Aufzüge, die uns außen an der Needle nach oben zur Aussichtsplattform gebracht haben, doch ein wenig beängstigend waren, hat sich der Besuch gelohnt, weil man einfach einen tollen Blick auf ganz Seattle hatte. Wir konnten sogar bis zur Bainbridge Island schauen, die wir am Montag besucht haben. Außerdem habe ich einen Beruf entdeckt, der auf meiner Beliebtheitsskala ungefähr mit den Spinnen-Pflegern im Zoo konkurriert: ich bin mir nicht sicher, wie man den Beruf tatsächlich bezeichnet, aber es gibt Menschen, die außen auf der Space Needle herumlaufen und die Reste des Feuerwerks von gestern Abend aufräumen müssen. Als ich das gesehen habe, war ich schon ganz froh, im Besucherbereich bleiben zu dürfen!
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| Sculpture Park |
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| Auch hier gibt es Scientology - naja, Seattle kann ja nicht perfekt sein. |
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| Blick vom Kerry Park auf Seattle |
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Anna und ich im Kerry Park
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| Blick auf Downtown Seattle |
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| Blick auf die Elliott Bay von der Space Needle |
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| Anna und ich auf der Space Needle |
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Unser wunderschönes (Achtung, Ironie!) Touri-Foto
(das gabs kostenlos zum Besuch auf der Space Needle - ihr denkt doch nicht, dass ich dafür Geld ausgeben würde?!) |
Nachdem wir von der Space Needle runter gekommen sind, war es erst früher Nachmittag, weil unser Programm irgendwie schneller ging als gedacht. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, einmal mit dem Bus queer durch ganz Seattle zu fahren, weil ich unbedingt das Haus sehen wollte, in dem Kurt Cobain gelebt und sich dann auch erschossen hat (okaaay, jetzt, da ich das hier tippe, hört es sich schon leicht makaber an...). Die Gegend, in der das Haus liegt, ist vermutlich ziemlich nobel, weil die Häuser, die wir da gesehen haben, eher Anwesen sind und alles mit Sicherheitskameras überwacht wird. Das ehemalige Haus von Kurt Cobain liegt direkt am Lake Washington und ist zwar durch Zäune und Bäume geschützt, aber man konnte es trotzdem gut sehen. Außerdem stehen direkt neben dem Haus zwei Kurt Cobain Memorial Benches.
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| Paparazzi |
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| Kurt Cobain Memorial Bench |
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| Legends never die... |
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| ... & RIP Kurt. |
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| Blick auf das Haus von der Straße |
Leider ist heute unsere Zeit in Seattle auch schon wieder vorbei und morgen geht es weiter nach San Francisco. Fazit: Die Rainy City ist überhaupt nicht so regnerisch, wie befürchtet, dafür aber toller als erhofft.
xx,
Lisa
P.S. Meine rote Nase auf den Fotos kommt nicht von der Kälte, sondern daher, dass ich ziemlich stark erkältet bin. Ich glaube, es wird Zeit, dass ich bald nach Hause komme und mich von Mama wieder betüddeln und aufpäppeln lasse..
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