ich kann
kaum glauben, dass das hier wirklich mein letzter Blogeintrag wird. Gleich
fliege ich nämlich nach Hause. Gerade sitze ich am McCarran International
Airport in Las Vegas und warte auf meinen Flug nach Chicago. Von da aus werde
ich dann nach Frankfurt fliegen, wo ich morgen früh um 5.45 Uhr dann endlich
wieder in Deutschland ankommen werde.
Ich kann es
nicht fassen, dass meine Zeit hier schon vorbei ist. Ich kann mich noch genau
an den Tag erinnern, an dem ich am JFK Airport in New York gelandet bin und
gedacht habe, dass es ewig dauern wird, bis ich wieder nach Hause muss/kann.
Aber die letzten Monate hier sind wie im Flug vergangen. Ich hatte hier eine
unglaublich tolle Zeit, die ich nie vergessen werde. Ich habe so viel erlebt,
von dem ich nicht gedacht hätte, dass ich es jemals erleben würde.
Insgesamt habe ich in den letzten fünf Monaten 14 amerikanische Staaten
besucht: New York (The Empire State), Connecticut (The Constitution State), New
Jersey (The Garden State), Pennsylvania (The Keystone State), Delaware (The
First State), Maryland (The Old Line State), Massachussets (The Bay State),
Georgia (The Peach State), Florida (The Sunshine State), Rhode Island (The
Ocean State), Illinois (The Prairie State), Washington (The
Evergreen State), Kalifornien (The Golden State) und Nevada (The Silver State).
Jeder Staat
ist so einzigartig und hat seine Vor- und Nachteile, sodass ich gar nicht sagen
könnte, welcher der Staaten mein Favorit ist. In Connecticut habe ich natürlich
am meisten Zeit verbracht und schon allein deshalb ist es mir sehr ans Herz
gewachsen.
Die
Amerikaner sind schon ein ganz besonderes Volk. Zwar haben sich manche
Vorurteile, die ich gegenüber Amerikanern hatte, bestätigt, aber viele haben
sich auch widerlegt. Die meisten Amerikaner sind nämlich wirklich äußerst
hilfsbereit, höflich und freundlich. Obwohl viele Leute, mit denen ich
gesprochen haben, eigentlich nichts über Deutschland wissen ("Germany.. is
that in Europe?") - was sie nicht davon abhält, über Deutschland zu
schwärmen ("Oh I love Germany. I want to visit it someday.") - waren
ausnahmslos alle Menschen, die ich getroffen habe, aufrichtig interessiert an
einem. Es gibt zwar immernoch einige Mysterien, die ich wohl nie so ganz
verstehen werde (Warum ist jedes Fenster in Amerika undicht? Warum benutzt hier
jeder nur Plastikgeschirr und -besteck? Und warum zum Teufel kann es nicht eine
einheitliche Steuer in jedem Staat geben?), aber insgesamt habe ich mich hier sehr
wohlgefühlt (auch wenn ich lange gebraucht habe, mich daran zu gewöhnen, dass
Jogginghosen für jede Lebenssituation ein geeignetes und angebrachtes
Kleidungsstück sind). Ich habe auch gelernt, dass es nicht so schlimm ist wie
befürchtet, sich ein Zimmer zu teilen - ganz im Gegenteil: meine
Mitbewohnerinnen wurden zu engen Freundinnen, die ich unglaublich vermissen
werde.
Ich bin so
dankbar, dass ich die Chance hatte, hier zu studieren und zu leben. Aber ich
habe auch festgestellt, wie gut wir es in Deutschland haben (und uns zum
Beispiel für ein Studium nicht bis ans Lebensende verschulden zu müssen). Ich
freue mich schon sehr auf zu Hause und kann es kaum erwarten, dass diese
14-stündige Reise endlich zu Ende geht. Was ich aber mit Sicherheit sagen
kann: ich komme wieder. Ich habe zwar viel gesehen, aber es gibt hier noch so
viel mehr, dass es sich zu besuchen lohnt.
Danke, dass ihr meine Blogeinträge gelesen und mich
so bei meiner Zeit hier begleitet habt. Ich freue mich darauf, euch alle ganz
bald wieder zu sehen :)
xx,
Lisa
Welcome back ♥
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