Donnerstag, 16. Januar 2014

Alles wird vorübergehen.

Hallo ihr Lieben, 

ich kann kaum glauben, dass das hier wirklich mein letzter Blogeintrag wird. Gleich fliege ich nämlich nach Hause. Gerade sitze ich am McCarran International Airport in Las Vegas und warte auf meinen Flug nach Chicago. Von da aus werde ich dann nach Frankfurt fliegen, wo ich morgen früh um 5.45 Uhr dann endlich wieder in Deutschland ankommen werde.  

Ich kann es nicht fassen, dass meine Zeit hier schon vorbei ist. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich am JFK Airport in New York gelandet bin und gedacht habe, dass es ewig dauern wird, bis ich wieder nach Hause muss/kann. Aber die letzten Monate hier sind wie im Flug vergangen. Ich hatte hier eine unglaublich tolle Zeit, die ich nie vergessen werde. Ich habe so viel erlebt, von dem ich nicht gedacht hätte, dass ich es jemals erleben würde. 

Insgesamt habe ich in den letzten fünf Monaten 14 amerikanische Staaten besucht: New York (The Empire State), Connecticut (The Constitution State), New Jersey (The Garden State), Pennsylvania (The Keystone State), Delaware (The First State), Maryland (The Old Line State), Massachussets (The Bay State), Georgia (The Peach State), Florida (The Sunshine State), Rhode Island (The Ocean State),  Illinois (The Prairie State),  Washington (The Evergreen State), Kalifornien (The Golden State) und Nevada (The Silver State). Jeder Staat ist so einzigartig und hat seine Vor- und Nachteile, sodass ich gar nicht sagen könnte, welcher der Staaten mein Favorit ist. In Connecticut habe ich natürlich am meisten Zeit verbracht und schon allein deshalb ist es mir sehr ans Herz gewachsen.

Die Amerikaner sind schon ein ganz besonderes Volk. Zwar haben sich manche Vorurteile, die ich gegenüber Amerikanern hatte, bestätigt, aber viele haben sich auch widerlegt. Die meisten Amerikaner sind nämlich wirklich äußerst hilfsbereit, höflich und freundlich. Obwohl viele Leute, mit denen ich gesprochen haben, eigentlich nichts über Deutschland wissen ("Germany.. is that in Europe?") - was sie nicht davon abhält, über Deutschland zu schwärmen ("Oh I love Germany. I want to visit it someday.") - waren ausnahmslos alle Menschen, die ich getroffen habe, aufrichtig interessiert an einem.  Es gibt zwar immernoch einige Mysterien, die ich wohl nie so ganz verstehen werde (Warum ist jedes Fenster in Amerika undicht? Warum benutzt hier jeder nur Plastikgeschirr und -besteck? Und warum zum Teufel kann es nicht eine einheitliche Steuer in jedem Staat geben?), aber insgesamt habe ich mich hier sehr wohlgefühlt (auch wenn ich lange gebraucht habe, mich daran zu gewöhnen, dass Jogginghosen für jede Lebenssituation ein geeignetes und angebrachtes Kleidungsstück sind). Ich habe auch gelernt, dass es nicht so schlimm ist wie befürchtet, sich ein Zimmer zu teilen - ganz im Gegenteil: meine Mitbewohnerinnen wurden zu engen Freundinnen, die ich unglaublich vermissen werde.  

Ich bin so dankbar, dass ich die Chance hatte, hier zu studieren und zu leben. Aber ich habe auch festgestellt, wie gut wir es in Deutschland haben (und uns zum Beispiel für ein Studium nicht bis ans Lebensende verschulden zu müssen). Ich freue mich schon sehr auf zu Hause und kann es kaum erwarten, dass diese 14-stündige Reise endlich zu Ende geht.  Was ich aber mit Sicherheit sagen kann: ich komme wieder. Ich habe zwar viel gesehen, aber es gibt hier noch so viel mehr, dass es sich zu besuchen lohnt.

Danke, dass ihr meine Blogeinträge gelesen und mich so bei meiner Zeit hier begleitet habt. Ich freue mich darauf, euch alle ganz bald wieder zu sehen :)

xx,
Lisa
 


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