Mittwoch, 8. Januar 2014

Nothing Comes Close to the Golden Coast.

Hallo ihr Lieben,
nach drei Tagen Roadtrip sind wir jetzt endlich in Los Angeles angekommen.
Am Montag ging es in San Francisco los. Nachdem wir ein paar kleinere Probleme bei der Autovermietung (nicht funktionierende Kreditkarte, keine Barzahlung möglich, nicht funktionierendes Parkticket) und mit dem Auto (Wie bekommt man den Schlüssel wieder aus dem Schloss? Warum kann ich die Spiegel nicht so einstellen, wie ich sie brauche? Und: wie zum Teufel sollen wir all unser Gepäck in dieses kleine Auto packen?) hatten, konnte es am späten Vormittag auch schon losgehen. Der Verkehr in San Francisco war zwar etwas kompliziert (und das Navi, das sich manchmal nicht eindeutig zu Wort gemeldet hat, hat das ganze nicht gerade vereinfacht), aber wir sind wohlbehalten an unserem ersten Ziel angekommen: Santa Cruz. 

Santa Cruz ist eine sehr süße, kleine Küstenstadt direkt am Pazifik. Zuerst haben wir uns Downtown angeschaut, das neben den üblichen Verdächtigen (Forever21, Subway, Starbucks) ziemlich viele kleine Boutiquen zu bieten hat. Da unser Budget aber kontinuierlich kleiner wird, haben wir die Geschäfte gemieden und sind dafür lieber an den Boardwalk gefahren. Der Boardwalk liegt direkt am Strand und besteht aus vielen (teilweise schon ziemlich in die Jahre gekommenen) Fahrgeschäften. Da es hier trotz milder Temperaturen ja technisch gesehen trotzdem Winter ist, war der ganze Boardwalk aber ziemlich verlassen und auch die Fahrgeschäfte waren nicht geöffnet. Trotzdem war die ganze Kulisse einfach wunderschön. Wir sind dann einfach ein bisschen am Strand entlang gelaufen und haben das Meer genossen. Ich fand es auch gar nicht schlimm, dass wir fast die einzigen Menschen am Boardwalk waren, weil es so eine schöne Atmosphäre war. Im Sommer ist es hier bestimmt ziemlich voll und irgendwie war es schön, den ganzen Strand nur für sich zu haben.

Santa Cruz Beach in der Abenddämmerung

Am Strand :)

Santa Cruz Boardwalk.

Ich vor dem Boardwalk.

Anna und ich am Strand.

Die Nacht haben wir ungefähr 45 Minuten weiter südlich in Salinas South im Motel 6 verbracht. Das war meine erste Nacht im Motel und es ist genau so, wie man Motels aus diversen Filmen und Serien (ich sage nur: The Vampire Diaries) kennt. 

Am Dienstag, unserem zweiten Roadtrip-Tag, war unser erster Stop Monterey. Monterey ist ein kleines, verschlafenes Örtchen an der Westküste, das vor allem im Sommer von Touristen überrannt wird. Im Winter war es aber ziemlich ruhig hier und wir haben kaum Menschen auf der Straße gesehen – dafür haben wir auf der Suche nach Auskünften zum Parken eine Frau getroffen, die zufällig Deutsch sprach, weil sie in Berlin schon als Lehrerin gearbeitet hat. Natürlich sind wir auch in Monterey zum Meer gelaufen und haben uns den Yachthafen angeschaut. Auch hier gab es wieder Seehunde, wenn auch nicht ganz so viele wie in San Francisco, und aus der Ferne haben wir sogar zwei Otter gesehen.

Ich am Yachthafen.

Monterey.

Unseren nächsten Stop haben wir schon ein paar Meilen weiter südlich eingelegt, um uns eine berühmte katholische Mission in Carmel anzuschauen. Da wir dafür aber keinen Eintritt bezahlen wollten, blieb es bei einem kurzen Stop dort. 

Die Mission im Hintergrund.

Als nächstes haben wir den 17 Mile Drive gemacht. Der 17 Mile Drive führt durch Pebble Beach und ist eine Privatstraße, an der nur sehr reiche Leute wohnen. Gegen eine Gebühr können aber auch Touristen die Straße befahren. Ich finde, dieses Geld dafür war sehr gut angelegt, weil die Straße wirklich sehr idyllisch am Meer und zerklüfteten Felsen liegt und durch schöne Zypressenwälder führt. Wir haben alle gefühlten fünf Meter angehalten, um Fotos zu machen, weil die Aussicht einfach so schön war.

Pacific Ocean.

Klippen im Hintergrund.

Die "Lonely Cypress" auf ihrem Felsen.

Anna und ich am Strand.

In Pebble Beach gibt es auch Golfplätze für die Reichen und Schönen.

Meer :)

Nachdem wir den 17 Mile Drive erledigt haben, sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Dafür haben wir den berühmtesten Abschnitt des Highway 1 benutzt. Der Vorteil: die Strecke ist wunderwunderschön. Hoch gelegen über dem Meer hat man einen wunderschönen Blick auf den pazifischen Ozean. Genau so habe ich mir Kalifornien vorgestellt. Der Nachteil: die Strecke liegt wirklich sehr hoch über dem Meer (hallo Höhenangst!) und dabei ist die Straße sehr steil, eng und vor allem kurvig. Und das nicht nur für ein paar Minuten, sondern fast für 100 Meilen.  Auf diesen 100 Meilen gibt es übrigens auch keine Restaurants, nur ungefähr drei Tankstellen mit Toiletten und einem Minisupermarkt, weil das umliegende Land der Regierung gehört und die das aufgrund der Schönheit der Natur verbieten. Trotz der beschwerlichen Straße hat sich der Highway für mich total gelohnt und ich bin froh, dass wir diese Strecke genommen haben.

Los gehts!


Eins der wunderschönen Aussichts-Photos.

Nachdem wir wieder Zivilisation erreicht haben, war es schon fast dunkel. Deshalb haben wir uns direkt auf den Weg nach Goleta gemacht, einem Vorort von Santa Barbara. Wir haben nämlich Couchsurfing ausprobiert und das Pärchen, das uns für die Nacht aufgenommen hat, lebt dort mit ihrem dreijährigen Sohn Zane. Mo und Jon haben uns sehr nett empfangen und wir haben uns sehr willkommen gefühlt. Trotzdem wollten wir ihre Gastfreundschaft nicht länger als nötig strapazieren und haben uns deshalb früh heute Morgen auf den Weg nach Santa Barbara gemacht. Santa Barbara ist toll – ein wunderschönes (nicht ausgestorbenes) kalifornisches Städtchen direkt am Meer mit süßen Geschäften und einfach einer tollen Atmosphäre. Ich liebe Connecticut, aber hier in Santa Barbara hätte ich mir auch ein Auslandssemester vorstellen können. Nachdem wir Downtown erkundet haben, sind wir noch ans Meer gefahren und sind da ein bisschen rumgelaufen.

State Street in Santa Barbara.

Sternen-Brunnen :)

Noch ein Brunnen - die mögen sie hier in Santa Barbara.

Hafen von Santa Barbara.

Santa Barbara Beach.

Auf dem Weg nach Los Angeles haben wir noch in Malibu angehalten. Malibu ist sehr schön, wenn auch nicht soo spektakulär wie ich gedacht habe. Es ist halt wieder ein Städchen am Meer mit schönen Stränden, aber Santa Barbara hat mir eindeutig besser gefallen. Da Anna ein bisschen erkältet ist und es ihr nicht so gut ging, habe ich alleine das Pier angeschaut. Danach haben wir uns aber auch schon wieder auf den Weg nach L.A. gemacht – was auch gut war, denn natürlich sind wir voll in Feierabendverkehr reingekommen und waren für eine Strecke, für die man laut Navi zwanzig Minuten braucht, über eine Stunde unterwegs. 

Blick auf Malibu vom Pier.

Jetzt sind wir in L.A. angekommen, wo wir in einem Zimmer in einem Privathaus nahe Beverly Hills wohnen. Für heute sind wir ziemlich erledigt und gehen früh ins Bett, damit wir wieder für Morgen regeneriert sind.

xx,
Lisa

P.S. Ich muss dazu noch sagen, dass viele von den Fotos, die ich hier poste, Anna gemacht hat, weil sie einfach die bessere Kamera hat. Also bei manchen Bildern gehört der Photo Credit ihr ;-)

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