Hallo ihr Lieben,
die Hälfte unseres New York Aufenthaltes ist jetzt schon rum. Ich wollte gerade "leider" schreiben, aber inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es wirklich ein "leider" ist. Versteht mich nicht falsch, New York ist eine unglaublich tolle Stadt. Man kann hier so viel sehen und erleben und man langweilt sich wirklich nicht, aber New York ist auch anstrengend. Mir tut alles weh vom Laufen und überall sind Touristen, die einem auf die Nerven gehen und den Weg versperren (ich sehe großzügig darüber hinweg, dass ich selbst so eine Touristin bin). Außerdem ist es dreckig und wir haben schon mehrere Ratten gesehen (ja Mama, du merkst schon, New York wäre deine absolute Traumstadt!). Alles hier ist groß, laut und hektisch - deshalb freue ich mich schon fast ein bisschen darauf, weiter nach Chicago zu fliegen, das anscheinend ein wenig entspannter ist.
Trotzdem: New York ist toll. Die Leute hier sind - entgegen aller Vorurteile - äußerst freundlich. Wir wurden mehrmals angesprochen, ob wir Hilfe brauchen für eine Wegbeschreibung und auch beim Koffertragen ist der durchschnittliche New Yorker sehr engagiert. Der Zauber, wirklich in New York zu sein, lässt auch nach drei Besuchen nicht wirklich nach. New York mag für mich definitiv keine Stadt sein, in der ich für immer leben möchte, aber für einen Städtetrip ist es schon ein tolles Ziel!
Am Donnerstag hat mein Tag eher weniger erfreulich angefangen. Ich habe bereits am Montag entdeckt, dass ich ein großes Loch im Zahn habe und bin deshalb hier zu einem (deutsch sprechenden) Zahnarzt gegangen. Da kam dann der Schock: der Zahnarzt war der Meinung, dass ich super dringend eine spezielle Zahnwurzelbehandlung brauchen würde, die über 3000$ kosten würde. Da ich mich sehr unter Druck gesetzt gefühlt habe und der Zahn mir auch nicht wirklich wehtut, habe ich gesagt, dass ich die Behandlung nicht machen lasse, worauf der Zahnarzt sehr angepisst reagiert hat. Der Besuch, der rund eine Stunde gedauert hat (mit unglaublich langen Wartezeiten) hat übrigens 190$ gekostet - da seht ihr mal, wie verwöhnt wir zu Hause mit unseren Krankenversicherungen sind! Ich hoffe jetzt einfach, dass der Zahn sich nicht entzündet und ich mit der Behandlung warten kann, bis ich wieder daheim bin. Nach dem Zahnarztbesuch war meine Laune erstmal leicht angeknackst, aber das hat sich schnell wieder gegeben, nachdem wir unser erstes Ziel für den Tag erreicht haben: die New York Public Library. Ich habe die Bibliothek zwar bei meinem ersten Besuch schon von außen gesehen, aber dieses Mal sind wir reingegangen. Die Bibliothek ist wirklich wunderschön und ich kann total nachvollziehen, dass Carrie aus Sex and the City dort heiraten wollte ;-)
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| Blick auf den Weihnachtsbaum in der Library |
Mit Carrie ging es dann auch bei unserem nächsten Stop weiter: wir haben nämlich ihr Appartment (oder besser gesagt, das Haus, das als Außenfasade für ihr Haus verwendet wurde) besucht. Leider hatten die Besitzer die Treppe abgesperrt, weil vermutlich mehrere Sex and the City Fans auf die Idee gekommen sind, das Haus zu besuchen. Die Wohngegend (das West Village) ist wirklich sehr schön, auch wenn ich nicht wissen möchte, was die Bewohner der Häuser für Mieten bezahlen.
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| Ich vor Carries Haus |
Danach haben wir einen kleinen Abstecher zum Chelsea Market gemacht, den wir nur aus Zufall entdeckt haben. Dort werden handmade Sachen verkauft und ich hätte fast nicht widerstehen können, mir ein bisschen Schmuck zu kaufen. Da mein Koffer aber schon mehr als voll ist, habe ich es dann doch gelassen. Anschließend sind wir ein bisschen im High Line Park spazieren gegangen, ein Park, der auf ehemaligen Zugschienen angelegt wurde. Das Besondere daran ist, dass der Park erhöht über dem Boden verläuft. Vom High Line Park sind wir dann zum Fashion Institute of Technology gelaufen, weil diese Schule ein kostenloses Fashion-Museum betreibt, das wirklich beeindruckende Ausstellungen hat.
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| High Line Park |
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| Anna & ich. |
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| Das Fashion Museum an der Fashion Avenue |
Am Abend war es dann endlich soweit: ich hab über ein halbes Jahr auf den Tag hingefiebert. Was an dem Abend so besonders war? Beyoncé gab ein Konzert in Brooklyn und Anna und ich waren dabei. Wir saßen ziemlich weit oben in der Barclays Arena (was bei mir erst ein bisschen Höhenangst ausgelöst hat), aber wir haben überraschend gut gesehen. Das Konzert war der Hammer - Beyoncé performte über zwei Stunden lang und hat eine tolle Show geboten. Obwohl das Konzert unglaublich teuer war, hat sich wirklich jeder Cent gelohnt!
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| Stolze Besitzerin der Karte |
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| Unser größter Schatz :) |
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| Unsere Aussicht |
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| B in Action |
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| B im Glitzerbody |
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| Nach dem Konzert: erschöpft, aber glücklich. |
Am Freitag haben wir das UN-Headquarter besucht. Wir dachten, dass uns ein wenig Bildung nicht schaden kann ;-) Ich kann nur sagen, dass wir wirklich begeistert waren. Die Tour war kurzweilig und sehr informativ. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Deutschland dem Headquarter einen Ruheraum geschenkt hat oder das Westerwelle bei seinen Besuchen immer einen eigenen Dolmetscher mitbrachte, weil sein Englisch zu schlecht war? Außerdem haben wir einen tollen Einblick in die Aufgaben und Zuständigkeiten der UN bekommen.
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| Economic and Social Council in der UN |
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| Human Rights |
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| Zitat an der Wand |
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| Die Deutschlandfahne im Mini-UN-Modell |
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| Ich als Blauhelm |
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Fund Mitten in New York: ein Stück original Berliner Mauer!
(als ob die Amis nicht genug eigene Sehenswürdigkeiten hätten...) |
Tagsüber waren wir ein bisschen shoppen, bevor abends wieder eine kulturelle Einrichtung auf dem Programm stand: das MoMa. Das Museum of Modern Art bietet Freitagsabends nämlich kostenlosen Eintritt an, was wir uns (und geschätzte hundertausend andere Besucher) nicht entgehen lassen wollten. Das Museum ist unglaublich groß und bietet eine große Auswahl an Gemälden, Skulpturen, Fotografien und anderen künstlerischen Gegenständen an. Ich bin ja nicht sooo der Kunstfreak, aber es war schon beeindruckend, so bekannte Kunst einmal in echt zu sehen.
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| Meine Lieblingskunst aus dem MoMa |
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| Was dieses Kunstwerk sagen soll, habe ich irgendwie nicht heraufinden können. |
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| Ja, auch ein Gemälde der amerikanischen Flagge wird als Kunst verstanden. |
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Gesehen in der Subway: ein Pudel mit Zöpfen und Sonnenbrille - ich glaube,
sowas sieht man auch nur in NY |
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Am Samstag haben Anna und ich ein bisschen ausgeschlafen, weil wir ziemlich k.o. waren. Als wir dann endlich loskamen, sind wir die Canal Street abgelaufen. Danach sind wir nach Downtown gefahren, um Elli im Hotel zu treffen, weil die am Samstag nach New York gekommen ist. Ich habe mich sooo gefreut, sie nach vier Monaten endlich wieder zu sehen. Weil Ellis Hotel sehr schön war, haben wir ein bisschen bei ihr im Zimmer gechillt, bevor wir zum Central Park gefahren sind, wo wir das Jacqueline Kennedy-Onassis Memorial Reservoir angeschaut haben. Danach waren wir im Guggenheim Museum, um uns noch ein bisschen zu bilden ;-)
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| Jacqueline Kennedy-Onassis Reservoir |
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| Elli, ich und Anna |
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| Im Guggenheim Museum (die Gallerien verlaufen kreisförmig) |
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Meine Lieblingskunst aus dem Guggenheim :)
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| Natürlich müssen die schönsten Stücke auch fotografiert werden ;-) |
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| Ich im Guggenheim :) |
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"Meine" Pizzeria (die leider nicht vertrauenserweckend aussah, sodass wir auf ein Dinner hier verzichteten) |
Heute haben wir Elli ein bisschen die wichtigten Orte in NY gezeigt - das Flatiron Building, das Empire State Building, die 5th Avenue, das Rockefeller Center, den Central Park und das Met.
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| Gruppenfoto vorm Flatiron Building |
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| Der berühmte Weihnachtsbaum bei Tag |
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Holiday Windows bei Bergdorf and Goodman: dieses Jahr wurde jedes Fenster einem wichtigen amerikanischen Feiertag gewidmet - hier seht ihr den Valentinstag |
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| Im Central Park. |
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Wieder ein süßes Eichhörnchen, an dem ich natürlich nicht vorbeigehen konnte, ohne es zu fotografieren ;-) |
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| John Lennon Gedenkstein in Strawberry Fields im Central Park |
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| Chillen auf den Stufen des Met wie Blair und Serena |
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| Selfie-Time |
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| Am Times Square |
Ich bin jetzt schon total erschöpft, aber ich freue mich auf die nächsten Tage hier. Vor allem Weihnachten wird bestimmt komisch, aber auch irgendwie ziemlich cool.
Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten! Genießt die Tage, vermisst mich nicht zu sehr und esst vor allem gut :) Ihr hört von mir!
xx,
Lisa
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