Donnerstag, 26. Dezember 2013

Frohe Weihnacht, ich hoffe es geht euch gut.

Hallo ihr Lieben,

ein letztes Mal bekommt ihr heute einen Blog-Eintrag aus New York. Morgen fliegen Anna, Elli und ich nämlich weiter nach Chicago. Auch wenn ich im letzten Eintrag gemeint habe, dass ich mich darauf freue, aus New York rauszukommen, bin ich jetzt doch ein wenig traurig. New York ist mir in der letzten Woche doch ans Herz gewachsen und es ist schade, dass wir schon gehen müssen, obwohl es noch so viel zu sehen gibt. Aber ich werde sicher noch einmal hier her kommen und New York läuft einem ja nicht weg :)

Am Montag war unser Tag ziemlich ruhig. Zum einen hat es in Strömen geregnet, zum anderen mussten Anna und ich in der Wohnung auf den DHL-Menschen warten, der unsere Koffer abholen sollte, um sie nach Hause zu schicken. Ich habe morgens in der Wohnung gewartet, während Anna und Elli beim 9/11 Memorial waren, das ich ja sowieso schon letzte Woche gesehen habe. Danach ist Anna nach Hause gekommen, hat mich abgelöst und ich war ein bisschen mit Elli auf der 5th Avenue bummeln. Der Tag war also recht unspektakulär, aber so ein ruhiger Tag hat uns nach den letzten Tagen, die von Stress geprägt waren (ja, solche Luxusprobleme haben wir hier^^), auch mal schön zwischendrin :)

Das Empire State Building erstrahlt in weihnachtlichen Farben :)

Gestern war dann ja auch schon Weihnachten. Ich muss sagen, dass es sich absolut nicht wie Weihnachten angefühlt hat. Zwar hab ich morgens mit meiner Familie zu Hause geskypt und das letzte Türchen meines Adventskalenders aufgemacht, aber irgendwie hat sich der Tag zunächst einmal gar nicht anders angefühlt als die vergangenen Tage.
Morgens haben wir uns auf den Weg zur Staten Island Ferry gemacht. Die Fähre ist nämlich der günstigste Weg, die Freiheitsstatue aus der Nähe anzuschauen. Leider standen wir auf der Hinfahrt auf der falschen Seite und haben hauptsächlich das Meer und die Skyline von Manhattan und Brooklyn bewundern können. Außerdem haben wir an Bord der Fähre eine neue Freundin gefunden - Bella, eine total süße 2-jährige, die uns während der kompletten Fahrt unterhalten hat. Auf Staten Island angekommen, haben wir gleich auch noch ein paar Fotos von der Manhattaner-Skyline gemacht, was sich aufgrund der Sonne als irgendwie schwieriger als gedacht herausstellte. Auf dem Rückweg mit der Fähre standen wir dann auch auf der richtigen Seite und konnten einen Blick auf die Freiheitsstatue werfen. Im Gegensatz zum Rest von New York ist die Statue of Liberty relativ klein, aber trotzdem sehr hübsch anzusehen. Es war zwar schade, dass wir in der Fähre drin bleiben mussten und nicht nach draußen konnten, um Fotos zu machen, aber trotzdem hat sich der kleine Ausflug gelohnt.

Unser Weihnachtsfrühstück von Dunkin

Ich & die kleine Bella haben Spaß auf der Fähre.

Gruppenfoto vor der Skyline
Gar nicht so leicht, die Augen bei der Sonne offen zu halten..

Elli & ich, Part 1...

... und Part 2.

Blick auf die Statue of Liberty...

...und nochmal näher :)

Danach sind wir zur Wall Street gelaufen, den berühmten Bullen anschauen. Vor (und hinter) dem Bullen sind aber so viele Leute für ein Foto angestanden, sodass wir auf ein Foto mit dem Bullen verzichtet haben - ich meine, es ist letztendlich auch nur eine Tierfigur und wir konnten uns alle nicht so wirklich erklären, warum alle Leute so versessen darauf sind.

Auch der Bulle ist weihnachtlich geschmückt..


Der nächste Programmpunkt gestern war die Brooklyn Bridge. Die Brücke verbindet Manhattan mit Brooklyn und ist eines der vielen Wahrzeichen von New York. Wir sind über die Brücke gelaufen, haben dann noch ein wenig Brooklyn erkundet, aber nachdem uns allen ziemlich kalt war, haben wir uns auch relativ schnell wieder auf den Weg zurück zu Ellis Hotel gemacht.

Auf der Brooklyn Bridge..

Elli und ich.

Sweet Brooklyn.
Endlich in Brooklyn angekommen :)

In Ellis Hotel angekommen, haben wir uns fertig für den Abend gemacht. Natürlich durfte auch eine kleine Bescherung nicht fehlen und ich habe mich sehr über die Geschenke von meiner Familie und meinen Freunden gefreut :)

Bescherung :)

Alles ganz aufregend ;-)

Danach haben Elli, Anna und ich uns mit Caroline, Angelika und deren Schwester, die gerade zu Besuch war, in einem süßen Restaurant für ein Weihnachtsdinner getroffen. Wir hatten einen tollen Abend - die Stimmung war total  gut, das Essen super lecker (wenn auch nicht vergleichbar mit unserem weihnachtstypischen Raclette) und alle waren glücklich. Deshalb war Weihnachten weit weg von zu Hause nicht so schlimm wie ich anfangs befürchtet hatte. Trotzdem freue ich mich schon auf nächstes Weihnachten, das ich ganz sicher zu Hause, mit eigenem Tannenbaum und meiner Familie verbringen werde :) Nach dem Essen musste ich mich dann auch entgültig von Caroline und Angelika verabschieden, was ziemlich traurig war. Aber glücklichweise ist Schweden bzw. Konstanz nicht ganz so weit von Weinsberg/Mannheim weg, sodass ich die beiden ganz bald schon wieder sehen werde :)
Abschiedsbild mit meinen CCSU Mädels.
Heute war dann unser letzter Tag in New York und wir hatten uns eine ganz besondere Attraktion aufgehoben: die Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center. Ihr wisst ja, ich bin kein besonderer Fan von Höhe (und das ist noch ziemlich untertrieben). Trotzdem habe ich zugestimmt, auf die Aussichtsplatform zu gehen, einfach weil ich 1. nicht alleine unten warten wollte und 2. ich von vielen Leuten gehört habe, wie spektakulär das Ganze ist. Ganz wohl war mir dabei zwar nicht, aber was muss, das muss. Nachdem auch die letzten Missverständnisse aus dem Weg geräumt waren ("Wie jetzt, die Plattform ist im Freien?" - aber woher soll ich das denn bitte wissen?!), wurden wir mit dem Aufzug ins 70. Stockwerk des Rockefeller Centers gefahren. Am Anfang hatte ich zwar ziemlich Panik, weil fast 260 Meter schon irgendwie sehr hoch sind, aber nach ein bisschen gut zureden von Elli und Anna habe ich mich ein bisschen näher an den verglasten Abgrund gewagt und konnte die Aussicht dann sogar ein bisschen genießen. Man konnte ganz New York von da oben sehen und besonders schön war die Aussicht auf den Central Park und das Empire State Building. Ich bin sehr froh, dass ich mit hoch gefahren bin, weil es wirklich ein tolles Erlebnis war und ich würde es jedem empfehlen, der einmal in New York ist.

Aussicht auf den Central Park

On Top of the World :)

Anna und ich vor dem Empire State Building.

Falls ihr euch wundert - ja, da zu sitzen hat etwas Überwindung gekostet.

Ich mit Ellis kleinem Geschenk für mich :)

Elli & ich.

Danach haben wir ganz weihnachtlich eine Kutschfahrt im Central Park unternommen. Es war zwar ziemlich kalt, aber trotzdem sehr schön und wir haben den Central Park dann noch einmal aus einer etwas anderen Perspektive gesehen. Unser Kutscher war auch sehr nett und lustig und hat uns verschiedene Stellen im Park gezeigt, die in Filmen, Serien oder auch in der Weltgeschichte eine Rolle spielen. Unter anderem hat er uns auch die Stelle gezeigt, an der Blair und Dorota in Gossip Girl die Enten füttern, was bei uns natürlich zu großer Begeisterung geführt hat. Nach der Kutschfahrt waren wir noch an der Grand Central Station, weil Elli da vorher noch nie war. Jedes Mal aufs Neue fasziniert mich dieser Bahnhof, weil er einfach so schön ist.

Kutschfahrt im Central Park

Natürlich konnte ich nicht widerstehen und musste das Pferd streicheln^^

Leider war es heute ziemlich kalt, sodass wir gegen Nachmittag auch schon wieder zu Elli ins Hotel zurück sind, um für unseren Flug morgen einzuchecken und Abendzuessen (niemand von uns hätte gedacht, dass es an Weihnachten so schwer sein würde, in New York ein Restaurant zu finden, das geöffnet hat). Jetzt sitze ich gerade in meinem Bett, in dem ich heute Nacht zum letzten Mal schlafen werde.

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Eindruck von New York bekommen und ich freue mich schon darauf, euch aus Chicago zu berichten!

xx,
Lisa

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