ich hab es geschafft :) Der Flug gestern hat zwar neun Stunden gedauert, aber dank dem unterhaltsamen Filmangebot an Bord ist die Zeit relativ schnell rumgegangen. Sogar das Essen war lecker (unter anderem gab es nochmal was typisch Deutsches - Weißwürste mit Laugenbrötchen).
| Unsere letzten Momente in Deutschland |
| Zur Einstimmung auf New York gabs Sex and the City im Flieger |
Obwohl wir mit Verspätung gestartet sind, sind wir früher als geplant am John F. Kennedy Airport in New York City gelandet. Anna und ich haben dann einen kleinen Sprint durch den Ankunftsbereich hingelegt, um vor den anderen Passagieren einreisen zu können. Und das hat sich gelohnt - wir haben nur ungefähr eine halbe Stunde warten müssen (wir haben vorher Horrorgeschichten über die langen Wartezeiten gehört und ein Austauschstudent an meiner Uni musste fünf (!) Stunden warten, bis er endlich eingereist war). Die Einreisebeamtin war zwar wortkarg und fande meine pinke Passhülle doof, aber sie hat mich, ohne weitere Fragen zu stellen, einreisen lassen. Als wir dann auch noch alle unsere Koffer wieder hatten, ist uns wirklich ein Stein vom Herzen gefallen. Danach haben wir uns gleich eins dieser typischen gelben New Yorker Taxis nach Manhatten genommen. Während ich da im Taxi saß, konnte ich es kaum glauben, dass ich wirklich in New York bin. Seit ich mich erinnern kann, wollte ich schon immer mal nach New York. Und dann ist man auf einmal da (okaaay, so überraschend kam das jetzt ja nicht, aber trotzdem war ich total überwältigt). Als wir dann nach Manhattan reingefahren sind, hab ich total Gänsehaut bekommen. Vor lauter Faszination habe ich leider vergessen, Fotos zu machen, aber das hole ich bald nach. Aber grundsätzlich kann man eigentlich sagen, dass Manhattan eigentlich genau so aussieht wie in Gossip Girl. Ich glaube, ich habe noch nie so hohe Gebäude gesehen. Leider hatte ich nicht viel Zeit, mich in New York umzuschauen, weil ich meinen Bus nach Hartford erwischen musste. Das hat auch problemlos funktioniert. Alle Leute in der Port Authority Bus Terminal waren wirklich sehr freundlich und hilfsbereit, so ganz New York untypisch. Der Bus hatte wegen technischen Problemen ein bisschen Verspätung, aber um kurz nach 7 war ich dann in Hartford. Mit dem Taxi bin ich dann nochmal 15 Minuten zur Uni gefahren – der Taxifahrer war ebenfalls total nett und hat (ohne sich das bezahlen zu lassen) sich extra Zeit genommen um sicherzustellen, dass ich auch genau da lande, wo ich hin muss.
Im Wohnheim angekommen, wurde ich schon sehnsüchtig von meinem Roommate Alyssa empfangen. Und auch meine anderen Mitbewohnerinnen haben mich sehr herzlich empfangen. Ich wurde auch gleich in die Willkommensspiele des Wohnheims eingebunden, worauf ich nach fast 22 Stunden Reise eher weniger Lust hatte, aber was dann im Endeffekt doch lustig war (ganz nach unserem altbekannten Motto “Nach müde kommt blöd”). Nach den Spielen hat Alyssa mir das Zimmer gezeigt, in dem ich für die nächsten vier Monate zusammen mit ihr leben werde. Und ich war äußerst positiv überrascht: Zum einen hat Alyssa einen sehr guten Geschmack und hat es geschafft, das sterile Zimmer mit ein paar dezenten Accessoires total gemütlich zu machen (ich habe bisher zwar nur ein paar andere Zimmer gesehen, aber unseres ist mit Abstand das am schönsten eingerichtete – ich habe das Gefühl, dass Amerikaner irgendwie auf grelle Farben und kitschiges Zeug stehen). Zum anderen habe ich hier SO VIEL PLATZ. Ich hab gar nicht so viel Zeug, um die Schränke zu füllen. Und ich habe einen kleinen BEGEHBAREN Kleiderschrank – was kann es besseres geben? Ich habe mir das Zimmer auch viel kleiner vorgestellt. Zwar brauche ich noch ein paar kleinere Sachen für das Zimmer, aber im großen und ganzen kann man hier sicher gut leben :) Insgesamt wohnen in der WG im Studentenwohnheim noch vier andere Mädels: Kelly und Sarah teilen sich das zweite Zimmer und im dritten Zimmer wohnen Amanda und Jessica. Nach über 24 Stunden ohne richtigen Schlaf bin ich dann aber relativ früh ins Bett gegangen (das überraschend bequem ist, weil Alyssas Mama mir eine Matratzenauflage mitgebracht hat).
| Unsere Suite-Türe (ich bin der Pirat) |
| Die rechte Seite gehört Alyssa, die linke mir. Morgen besorge ich erst mal passendes Bettzeug :) |
| Die Kleiderschränke von außen... |
| ... und von innen - hier gibts noch vieeeel Platz für Schuhe! |
| Mein Reich |
| Unser 7. Mitbewohner: Amandas Fisch Tiger (Fische sind die einzigen erlaubten Haustiere hier) |
Heute morgen hat sich der Jetlag dann bemerkbar gemacht – ich bin ständig aufgewacht und habe um halb 7 dann beschlossen aufzustehen. Um halb 9 gab es ein Treffen für alle International Students, wo ich Angelika und Laura, die anderen beiden Studentinnen des Baden Württemberg-Connecticut-Programms wieder gesehen habe. Der Tag war eigentlich ganz okay, nur ein bisschen anstrengend. Außerdem haben wir mehrere Vorträge zum Thema Alkohol bekommen, was irgendwann leicht genervt hat. Die Grundbotschaft war eigentlich “Trinkt nicht, sonst sterbt ihr und wenn ihr nicht sterbt, werdet ihr von der Uni geschmissen und müsst dazu noch ein kleines Vermögen Strafe bezahlen". Ich weiß nicht, aber irgendwie trauen uns die Leute von der Uni keinen gesunden Menschenverstand zu. Wir haben auch eine Campustour bekommen, die wirklich nötig war, weil der Campus eigentlich eine eigene Stadt ist. Hier gibt es alles, was man so zum Leben braucht: Zwei Mensen, mehrere Cafés und Fast Food Ketten (Starbucks, Subway usw.), ein Krankenhaus, eine Campus-Polizei, ein Schwimmbad, mehrere Fitnesscenter und Spielfelder, ungefähr 10 Studentenwohnheime, eine Bibliothek, Grünflächen, Verwaltungs- und Unterrichtsgebäude und so weiter. Ich bin mal gespannt, ob ich mich hier irgendwann auch ohne Campusplan bewegen kann. Danach waren wir noch im Campus-Shop, wo ich mir ein Uni-Sweatshirt gekauft und meine Bücher abgeholt habe. Leider gibt es hier nicht wie in Mannheim die Möglichkeit, alle Texte online zu bekommen. Deshalb leihe ich mir die Bücher, was trotzdem noch eine Stange Geld kostet.
Abends haben Alyssa, Kelly, Sarah, Amanda und Jessica die deutschen Süßigkeiten probiert, die ich ihnen mitgebracht habe. Meine Mitbewohnerinnen waren begeistert davon. Am besten kamen die Cola-Schnüre und das Esspapier an. Alyssa ist übrigens die Blonde auf dem ersten Foto:
Gerade waren wir noch bei Starbucks, aber es hat so geregnet, dass wir total durchnässt wieder in der Residence Hall angekommen sind. Morgen gehen wir dann zu Target und kaufen die Sachen, die ich noch brauche. Gott sei Dank haben drei meiner Mitbewohnerinnen ein Auto. Und ich habe heute einen Buspass bekommen, mit dem ich bis Dezember kostenlos mit allen Connecticut-Bussen fahren kann. Ich muss mal noch rausfinden, was das genau bedeutet und wie weit ich damit komme. Am Mittwoch fängt dann die Uni wirklich an.
xxx,
Lisa
Lisa, das sieht schön aus :) Hat Alyssa gut hinbekommen!
AntwortenLöschenFreut mich, dass es dir gut geht! Ich wünsche dir einen tollen Start in die Uni!
Hugs aus New Haven! xx